Im Notfall

Radiologie & Röntgenpraxis

Schwerpunkte

  • Magenuntersuchung

    Es handelt sich bei dieser Untersuchung um eine radiologische Darstellung des Magens mit Kontrastmittel (Bariumsulfat) in Verbindung mit Luft (sogenannte Doppelkontrastdarstellung). Um der Kontraktion des Magens entgegenzuwirken, wird die Magenmuskulatur durch die intravenöse Injektion eines krampflösenden Medikaments (Butylscopolaminiumbromid, z.B. Buscopan) entspannt. Um die nötige Gasbildung im Magen zu ermöglichen, wird zusätzlich zum Kontrastmittel Brausepulver verabreicht.

    Kommen Sie zur Untersuchung bitte nüchtern und rauchen Sie nicht. Für diese Untersuchung ist eine Terminvereinbarung erforderlich.

  • Dünndarmuntersuchung nach Sellink

    Eine bewährte Art der radiologischen Dünndarmdarstellung ist die Untersuchung nach Sellink. Dazu schluckt der Patient einen dünnen Schlauch – etwa so dick wie eine Makkaroni – , der über den Magenausgang hinaus in den Zwölffingerdarm vorgeschoben wird. Über diese Sonde werden dann nacheinander Kontrastmittel (verdünntes Bariumsulfat) und Wasser verabreicht. Normalerweise hat das Kontrastmittel den Dickdarm in wenigen Minuten erreicht. Während dieser Zeit werden mehrere Röntgenaufnahmen angefertigt. Auf den plastisch wirkenden Röntgenbildern lässt sich erkennen, ob zum Beispiel eine Einengung zu einer Passagestörung führt oder ob eine entzündliche bzw. tumoröse Dünndarmerkrankung vorliegt.

    Nehmen Sie am Tag vor der Untersuchung möglichst leichte Kost zu sich und bleiben Sie ab dem Abend nüchtern. Entleeren Sie die Harnblase bitte nicht unmittelbar vor der Untersuchung. Für diese Untersuchung ist eine Terminvereinbarung erforderlich.

  • Dickdarmuntersuchung (Kolonkontrasteinlauf = KE)

    Diese radiologische Untersuchung des Dickdarms dient dem Nachweis oder Ausschluss von entzündlichen oder tumorösen Dickdarmerkrankungen bzw. von deren Vorstufen (Polypen) oder Divertikeln (Wandausstülpungen). Im Gegensatz zur Darmspiegelung handelt es sich dabei um eine rein diagnostische Maßnahme. Eventuell aufgedeckte Polypen können also nicht in der gleichen Sitzung entfernt werden. Um eine möglichst optimale Aussagefähigkeit der Röntgenaufnahmen zu gewährleisten, ist eine gute Reinigung des Dickdarms erforderlich. Hierzu bitten wir Sie, einige Tage vor der Untersuchung in unserer Praxis ein Abführmittel mit der entsprechenden Einnahmeanleitung abzuholen.

    Zu dieser Untersuchung ist eine Terminvereinbarung erforderlich.

  • Defäkografie

    Eine normale Darmentleerung ist u.a. abhängig von normalen anatomischen Verhältnissen und einer regulären nervalen Steuerung. Anatomische Veränderungen im Beckenbodenbereich oder auch Ausbuchtungen des Enddarms können Störungen wie erschwerte Darmentleerung oder Inkontinenz nach sich ziehen. Mittels Defäkografie lassen sich die anatomischen Verhältnisse im Enddarmbereich und die Funktion der Darmentleerung prüfen. Etwa 1 Stunde vor Untersuchungsbeginn ist ein Becher mit Kontrastmittel zur Kontrastierung des Dünndarms zu trinken. Darüber hinaus wird bei Frauen die Vaginalschleimhaut mit Kontrastmittel markiert. Danach wird der Enddarm über ein kurzes Darmrohr mit eingedicktem Kontrastbrei aufgefüllt. Anschließend entleeren Sie auf einer Campingtoilette den Darm. Dieser Vorgang findet unter Röntgendurchleuchtung statt. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten und ist, abgesehen vom einsetzenden Stuhldrang, nicht schmerzhaft.

    Sie müssen für diese Untersuchung nicht nüchtern bleiben. Wegen der Kontrastmittelpassage durch den Dünndarm planen Sie bitte 1,5 – 2 Stunden Zeit ein.

  • Phlebografie (Venografie)

    Zur Diagnostik der Venen gibt es neben klinischen Verfahren im Wesentlichen zwei bildgebende Untersuchungsmethoden:

    • als Ultraschallverfahren die sogenannte Farbdopplersonografie (FKDS)
    • als Röntgenuntersuchung die Phlebografie


    Die Phlebografie erfordert die intravenöse Injektion eines Röntgenkontrastmittels, zur Untersuchung der Beinvenen in eine Vene des Fußrückens. Die durch das Kontrastmittel sichtbar gemachten Venen nimmt man dann unter Röntgendurchleuchtung auf. Röntgenkontrastmittel dürfen unter bestimmten Umständen nicht intravenös verabreicht werden. Hierzu zählen insbesondere:

    • Jodallergie
    • Funktionsstörung der Nieren
    • Überfunktion der Schilddrüse
    • Behandlung eines Diabetes mellitus mit Metformin. In diesem Fall ist Metformin zwei Tage vor bis zwei Tage nach der Untersuchung abzusetzen.


    Weitere Informationen erhalten Sie schriftlich vor der Untersuchung. Außerdem erfolgt ein ärztliches Aufklärungsgespräch.

  • Röntgen nach Adipositas-Chirurgie

    Zur Behandlung der Adipositas gibt es verschiedene chirurgische Verfahren. Die gängigsten sind:

    Das Magenband
    Kurz hinter dem Mageneingang wird ein Band um den Magen gelegt, welches die Passage der aufgenommenen Nahrung bremst. An dem Magenband ist ein Schlauch befestigt, der zu einer Portkammer unter der Haut führt. Diese Portkammer ist mit einer Kanüle, die durch die Haut gestochen wird, erreichbar. Durch Injektion von Flüssigkeit kann somit die Weite des Magenbands reguliert werden. Nimmt der Träger eines Magenbands erfolgreich ab, so vermindert sich auch oft das Fettgewebe im Bereich des Magenbands, wodurch dieses relativ weiter wird. Damit lässt die Wirkung des Bands nach. Um dem entgegenzuwirken, muss das Band enger gestellt werden. Diese Maßnahme führen wir durch. Dazu wird durch einen Kontrastmittelschluck zunächst die Passage geprüft. Erweist sich dabei das Band als zu weit oder auch zu eng, punktiert man den Port. Nach Auffüllen oder auch Entleerung des Magenbands erfolgt unter liegender Nadel eine weitere Kontrastdarstellung. Bei Bedarf kann somit ohne weitere Punktion eine genaue Anpassung der Bandweite erfolgen, bevor die Nadel wieder entfernt wird.

    Der Schlauchmagen
    Dabei verkleinert man den Magen, indem er der Länge nach „abgesteppt" wird. Durch das verkleinerte Magenlumen tritt ein schnelleres Sättigungsgefühl ein. Gelegentlich ist es erforderlich, eine Röntgenuntersuchung mit geschlucktem Kontrastmittel durchzuführen, um zum Beispiel die Weite des Magens und auch die Passage zu prüfen.

    Der Magenbypass
    Bei dieser Methode wird ein kleiner Teil des oberen Magenanteils vom übrigen Magen abgetrennt. Dieser kleine Magen, genannt Pouch (Tasche) wird mit einer Dünndarmschlinge verbunden. Auch bei dieser Methode ist gelegentlich eine Röntgenkontrolle erforderlich, die ebenfalls durch einen Kontrastmittelschluck erfolgt.

    Zu den vorgenannten Untersuchungen ist eine Terminvereinbarung erforderlich.

  • Urografie

    Bei der Urografie handelt es sich um die radiologische Darstellung der Nieren, der Harnleiter und der Harnblase. Da die genannten Strukturen auf einer konventionellen Röntgenaufnahme nicht diagnostisch verwertbar zu erkennen sind, ist die intravenöse Gabe eines Röntgenkontrastmittels erforderlich. Diese erfolgt über eine kurze Infusion. Nach einigen Minuten werden mehrere Röntgenaufnahmen angefertigt. Die Urografie wird u.a. zur Lokalisation einer Abflussstörung, zum Beispiel durch einen im Harnleiter eingeklemmten Stein, durchgeführt. Als zusätzliche Diagnoseverfahren bei urologischen Fragestellungen sind die Sonografie, die Computertomografie und auch die Kernspintomografie zu nennen.

    Bitte beachten Sie:
    Um eine Einschränkung der Beurteilung der Röntgenaufnahmen durch überlagernden Darminhalt möglichst zu vermeiden, sollten Sie am Tag vor der Untersuchung nur leichte Kost zu sich nehmen. Zusätzlich ist eine gute Darmentleerung von Vorteil, wenn nötig unter Einsatz eines milden Abführmittels.

    Zu dieser Untersuchung ist eine Terminvereinbarung erforderlich.

  • Myelografie

    Meistens ist eine Diagnostik mit CT beziehungsweise MRT zur Beantwortung neurochirurgischer Fragestellungen bezüglich der Wirbelsäule ausreichend. In einigen Fällen liefert aber die Myelografie noch zusätzliche Informationen. Bei der Myelografie handelt es sich um eine radiologische Darstellung des Rückenmarkkanals. In diesen werden nach einer sogenannten Lumbalpunktion 10 ml eines Kontrastmittels injiziert. Es folgen Röntgenaufnahmen in mehreren Positionen. In der Regel wird diese Untersuchung mit einer anschließenden Computertomografie kombiniert, um das verabreichte Kontrastmittel ohne erneute Punktion auszunutzen. Da Sie nach dieser Untersuchung für einige Stunden Bettruhe einhalten sollten (insbesondere zur Vermeidung von Kopfschmerzen), führen wir die Myelografie nicht ambulant durch. Der stationäre Aufenthalt in der Schlosspark-Klinik dauert dabei in der Regel nur einen Tag, das heißt, Sie können die Klinik am darauffolgenden Morgen wieder verlassen. Kommen Sie bitte zur Terminvereinbarung möglichst persönlich in unsere Praxis. Bei dieser Gelegenheit erfolgt bereits im Vorfeld der Untersuchung ein ärztliches Aufklärungsgespräch. Wir organisieren für Sie die Modalitäten der stationären Aufnahme.

    Sie benötigen:

    • eine Krankenhauseinweisung und Kostenübernahmebestätigung Ihrer Krankenkasse und
    • aktuelle Blutgerinnungswerte (Quick oder INR und PTT), die Sie zuvor bitte bei Ihrem Hausarzt bestimmen lassen.
    • Gerinnungshemmende Medikamente, wie zum Beispiel Marcumar, aber auch ASS, sind vorher abzusetzen. Falls Sie derartige Medikamente einnehmen, sprechen Sie das bitte im Aufklärungsgespräch an.
    • Metformin zur Behandlung eines Diabetes mellitus ist zwei Tage vor bis zwei Tage nach der Untersuchung abzusetzen.
  • Mammografie

    Die Mammografie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust und die Standarduntersuchung zur Erkennung von Brustkrebs. Damit vergleichbare, standardisierte Einstellungen der Aufnahmen erreicht werden, muss jede Brust für einen Moment mit einer Kunststoffplatte komprimiert werden. Von jeder Brust werden zwei Aufnahmen in unterschiedlichen Projektionen angefertigt. An dieser Stelle ist auch auf das „Mammografie-Screening" hinzuweisen. Jede Frau im Alter zwischen 50 und 69 Jahren erhält automatisch alle zwei Jahre eine Einladung zur Mammografie. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse oder die private Versicherung. Die Sreening-Mammografie ist für Frauen gedacht, die noch keine bekannten Veränderungen in der Brust, wie z.B. Knoten, aufweisen, und darf nur in einem der „Screening-Center" durchgeführt werden. Sind bereits Veränderungen bekannt oder neu aufgetreten, so kommt die sogenannte „kurative Mammografie" zum Einsatz, die wir auch in unserer Praxis durchführen. Im Untersuchungsablauf und auch bezüglich der erzeugten Mammografieaufnahmen sind Screening-Mammografie und kurative Mammografie identisch. Wir fertigen digitale Mammografieaufnahmen an, die mit speziellen Kassetten, sogenannten Speicherfolien-Kassetten, erzeugt werden. Als Ergänzung zur Mammografie ist, insbesondere bei sehr dichtem Brustdrüsengewebe, eine zusätzliche Sonografie (Ultraschalluntersuchung) der Brust anzuraten.

    Zu dieser Untersuchung ist eine Terminvereinbarung erforderlich.

  • Sonografie (Ultraschall)

    Die Vorteile der Ultraschallsdiagnostik sind:

    • in vielen Praxen verfügbar
    • schnelle, schmerzlose Untersuchung
    • keine Röntgenstrahlen und nach heutigem Wissensstand ohne schädigende
    • Wirkung auf den Organismus


    In unserer Praxis führen wir folgende Ultraschalluntersuchungen durch:

    • Bauchorgane
    • Schilddrüse
    • Halsweichteile einschließlich der Speicheldrüsen
    • Brustdrüse
    • Weichteilsonografie (zum Beispiel der Extremitäten, Brust- und Bauchwand)
    • Zu unserem Leistungsspektrum gehören nicht:
    • spezielle Gelenksonografien
    • Ultraschalldiagnostik der Blutgefäße (Farbdopplersonografie „FKDS")


    Bitte beachten Sie:

    Zur Untersuchung des Oberbauchs bitte nüchtern erscheinen

    Zu dieser Untersuchung ist eine Terminvereinbarung erforderlich.

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