Im Notfall

Abteilung für Fußchirurgie

Schwerpunkte

  • Häufige Fußerkrankungen
    • Hallux valgus: Die häufigste Vorfußdeformation ist der Spreizfuß mit einer Schiefstellung der Großzehe. Knochenanlagerungen und Schleimbeutelentzündungen führen in Verbindung mit einer veränderten Fußstatik zu Schmerzen am "Ballen" und an der Fußsohle.
    • Hallux rigidus (Ballenbeschwerden): Hierbei kommt es zu einer langjährig andauernden lokalen Einschränkung der Beweglichkeit des Ballens, die hochgradig schmerzhaft ist. Es bilden sich knöcherne Wucherungen und meist entstehen daraus dauerhafte Fehlstellungen sowie Druckstellen.
    • Hammerzehe: Oft werden die Kleinzehen von der Großzehe nach außen verdrängt oder es liegt eine Überlänge der Großzehe vor, was diese in eine dauerhafte Fehlstellung zwingt. Beim Tragen von festem Schuhwerk entstehen Schmerzen, Schwielen und sogar offene Druckstellen.
    • Schneiderballen: Er ist sozusagen das Spiegelbild des Hallux valgus. An der äußeren Fußkante bildet sich eine schmerzhafte Druckstelle oder Vorwölbung. Er kann als alleiniges Krankheitsbild oder gemeinsam mit einem Hallux valgus auftreten.
    • Schmerzen im Vorfuß - Morton neurinom: Bei plötzlich einschießenden Schmerzen zwischen den Kleinzehen kann die Ursache eine Nervenastveränderung (Gangliom) sein, ohne dass es dafür äußerlich sichtbare Veränderungen gibt.
    • Haglundferse (Fersensporn) Bei der Haglundverse liegt ein oberer Fersensporn in Richtung Achillessehne vor, welcher Beschwerden und Entzündungen beim Tragen von festem Schuhwerk durch chronische Druckreizung bereitet.
  • Operative Korrekturen

    Operative Korrekturen von Fußfehlstellungen sind Behandlungsschwerpunkte der Abteilung für Fußchirurgie. Durch Umstellung der Knochenteile mit simultaner Weichteilkorrektur kann auf schonende Weise eine Korrektur vorgenommen und langfristig für den einzelnen Patienten ein beschwerdefreies Gehen ermöglicht werden. Wir favorisieren minimalinvasives Vorgehen: nicht nur ein kleiner Hautschnitt, sondern auch minimalster Einsatz von Osteosynthesematerialien (meistens nur 2 kleine Schrauben, keine Platten) bei voller Belastungsstabilität (normales Gehen unmittelbar nach der Operation). Wir führen die Eingriffe in Allgemeinnarkose mit einem zusätzlichen speziellen „Oberschenkelblock" durch. Dieser Nervenblock ermöglicht ein schmerzfreies Aufwachen nach der Operation. Der Aufenthalt in der Klinik von 2 Tagen ist für eine rasche Genesung entscheidend. Dadurch können wir das Nachblutungsrisiko reduzieren, die Schwellungsneigung minimieren und optimale Schmerztherapie gewährleisten. Die Patienten verlassen die Klinik auf eigenen Füßen mit nur einem Postoperationsschuh. Weitere Hilfsmittel sind nicht erforderlich. Eine spezielle Rehabilitation wird nicht benötigt.

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